Heißhunger – warum er oft siegt…

Plötzlich setzt ein extremer Drang nach sofortiger Aufnahme von Schokolade, Chips usw. ein. Kennen Sie diese Situation? Dabei handelt es sich um Heißhunger. Es gibt den körperlich bedingten oder den psychisch bedingten Heißhunger und eine Mischform davon. Die erste Variante signalisiert in vielen Fällen eine akute Unterzuckerung des Körpers, die immer mit einem starken Abfall des Insulinspiegels einhergeht. Zuckerhältige Nahrung lässt den Insulinspiegel am schnellsten wieder ansteigen. Dies erklärt das oft starke Verlangen nach Süßigkeiten. Hormone können auch Heißhungerattacken auslösen, wie etwa in der Schwangerschaft oder in bestimmten Phasen des weiblichen Zyklus.
Wie körperlich bedingter Heißhunger keine Chance hat:

  • Vollkornprodukte bevorzugen: Im Gegensatz zu den Weißmehlprodukten lassen sie den Blutzuckerspiegel nicht so hoch ansteigen und halten ihn längere Zeit konstant.
  • Regelmäßig Essen: Damit ist jedoch nicht das ständige Essen gemeint. Wichtig ist es, keine Hauptmahlzeiten ausfallen zu lassen. Zwischen Frühstück und Mittagessen bzw. zwischen Mittagessen und Abendessen ist es empfehlenswert eine Zwischenmahlzeit einzulegen. Optimal für Zwischendurch sind fettarme Milchprodukte, Früchte, Nüsse, Gemüsesticks, etc.
  • Wenn schon Schokolade, dann sollten Sie unbedingt auf hochwertige Produkte mit einem Kakaoanteil von über 50 % zurückgreifen. Diese enthalten weniger Zucker und lassen daher den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen.
  • 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit über den gesamten Tag verteilt trinken. Am besten sind basisches Wasser, stark verdünnte Säfte und ungesüßte Tees. Häufig wird Heißhunger auch mit Durst verwechselt.

Der psychisch bedingte Heißhunger wird häufig durch Stress und negative Emotionen ausgelöst. Diese Essgelüste können auch zur Gewohnheit werden. Wie Sie den seelischen Heißhunger in den Griff bekommen:

  • Keine Verbote! Wenn Sie sich bestimmte Nahrungsmittel verbieten, dann wird das Verlangen nach ihnen nur noch stärker. Besser ist es, sich zu sagen: „Diese Woche versuche ich z.B. mit einer Tafel Schokolade auszukommen“.
  • Gegen Stress und negative Gefühle hilft nicht nur Essen. Auch eine Tasse wohltuender Tee, ein Telefonat mit einem Freund oder einer Freundin, ein Entspannungsbad, ein Saunabesuch, und Bewegung wirken stimmungsaufhellend.
  • Bringen Sie Ihre Gefühle zum Ausdruck! Damit ersparen Sie sich das runterschlucken.

 

 

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